Von Trainingsweltmeistern, richtigen Weltmeistern und Raceday im Trainingslager

In der Schweiz ist das Wetter nicht wirklich trainingsfreundlich also was macht man, man fährt irgendwohin wo die Sonne scheint und die Strassen nicht vereist sind. Seit ich Trainingsplan gesteuert bin, trainiere ich dementsprechend auch viel alleine, von daher geniesse ich es im Trainingslager unter Gleichgesinnten zu sein um nicht immer alleine meine Radeinheiten zu absolvieren. Da kann es durchaus vorkommen, dass man halt nicht immer in seinen Bereichen trainiert, was ja auch nicht weiter schlimm ist, insofern das nicht an jedem Tag so ist.
Wie letztes Jahr ging es dieses Jahr in die Region Andalusien nach Mojacar mit dem Team Koach. Bereits am Flughafen hatte ich ein déjâ-vu. Nach endloser Warterei auf unser Gepäck, stellten wir fest, dass der Carchauffeur keinen Anhänger hatte und somit unsere Räder nicht alle Platz im vorgesehenen Stauraum hatten. Kurzerhand wurde das restliche Gepäck auf den freien Sitzen verteilt. Müde aber voller Vorfreude kamen wir um 00.30 Uhr in unserem Hotel an, welches unser
14-tägiges zu Hause wurde.

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Dadurch, dass wir erst so spät im Hotel ankamen, war für den nächsten Tag eine lockere Radausfahrt vorgesehen. Man soll es ja ruhig angehen, damit man nicht schon in der Wochenhälfte müde ist. Es kam so wie es kommen musste, wenn ein Haufen motivierter Triathleten zusammenkommen.

ACHTUNG, FERTIG, LOS – RACEDAY! Bereits das Anfangstempo war relativ hoch, doch für mich noch im grünen Bereich. Nach ca. einer Stunde gab es eine Tempoerhöhung……..Habe ich was verpasst? Habe ich meine Startnummer im Hotel vergessen?……. Rasch war ich die hinterste in der Gruppe und der Abstand zu meinen „Mitstreiter“ wurde immer grösser. Buah….. was für eine lahme Ente bin ich den geworden. Wahrscheinlich habe ich mir zu viel Winterspeck angefuttert 🙂 Auf jeden Fall, am Schluss waren wir noch zu zweit unterwegs. So nach dem Motto zehn kleine Negerlein machen eine Radausfahrt, da waren es nur noch zwei.

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Wie es dann halt so ist, eine Woche oder sogar 14 Tage sind eine lange Zeit und solch ein Tempo kann nicht lange gehalten werden. So kann es vorkommen, dass Anfangs der Woche die schnelleren Gruppen „überfüllt“ sind, doch bereits Mitte Woche erhalten die gemächlicheren Radler immer mehr Zuwachs von solchen, die sich übernommen haben. Ich glaube, man kann in zehn Trainingslager gehen und es spielt sich immer dasselbe ab.

Es gibt halt Trainingsweltmeister und richtige Weltmeister. Zu welcher Sorte ich gehöre ist wohl keine Frage 😉

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So war ich in diesen 14 Tage oft alleine, zu zweit oder zu viert unterwegs. Das Fazit war, dass ich in der zweiten Woche immer fitter wurde und zum Teil die anderen müder. Auf jeden Fall hatte ich in meiner Weiterbildung, was die Trainingslehre anbelangt, definitiv keinen Fensterplatz! So verging die Zeit wie im Fluge. Es wurden viele Rad-, Lauf- und auch Schwimmkilometer absolviert. Zwar nicht alle im Grundlagentempo, da auch ich zwischendurch die Schnellste sein wollte 🙂
Die Saison 2016 kann kommen. Danke euch allen, die dabei waren. Ich habe die Zeit mit euch genossen 🙂

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