100 x 100

Man nehme: einen verregneten Tag, wo man sowieso lieber drinnen bleibt als draussen zu trainieren; 100 freiwillige Personen, für die Wasser kein Fremdwort ist; mietet eine Schwimmhalle und organisiert einen Anlass 100 x 100. Richtig gelesen, man absolviert 10 KM schwimmend zurück!

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Als mir Petra Anfangs Januar schrieb „Bist du auch dabei“, dachte ich mir zuerst, was 10 KM schwimmen, ich spinn doch nicht. Am anderen Tag schrieb ich ihr zurück „Bin dabei“!

Da der Anlass in Hamburg stattfand, konnten wir die Reise auch gleich als Auszeit aus dem Trainingsalltag verbuchen. Der Start war erst um 19.00 Uhr und so konnten wir den ganzen Tag für Sightseeing und Shopping nutzen. Sogar ein Besuch im Kaffeemuseum, mit x Variationen an Kaffeesorten fand darin noch Platz. Petra machte die Erfahrung, dass nicht immer das Teuerste das Beste sein muss. Sie war mutig und degustierte den berühmten Kaffee, der aus Katzenscheisse von der Schleichkatze (Kopi Luwak) hergestellt wird. Kostenpunkt 12 Euro für 2.5dl.

Meine grössten Bedenken waren, hoffentlich pinkelt niemand ins Wasser und ich wollte keinen Querschläger in unserer Gruppe. Von der Kondition her, wusste ich, wir sind parat. Wie es mit meiner mentalen Stärke aussah, wusste ich nicht. Ist es doch sehr eintönig wie ein Hamster im Rad, oder besser wie ein Fisch im Aquarium 100 x 100 in einem 50m Becken mit einer Abgangszeit von 2.15 min. zu schwimmen.

In unserer Gruppe waren vier Frauen sowie drei Männer. Die Männer bestimmten die Reihenfolge. Wir Frauen vorab, die Männer kamen nach. So war Petra das Zugpferd und ich an zweiter Stelle. Nach je 2.5 KM gab es eine fünfminütige Pause. Als Triathletinnen hatten wir da klar einen Vorteil 🙂 War es für uns doch kein Problem sofort von der horizontalen Lage in die vertikale zu wechseln. Jedenfalls waren wir immer die ersten auf der Toilette.

Die ersten 2.5 KM vergingen wie im Fluge. So nach dem Motto, dass Einschwimmen haben wir hinter uns. Die nächsten 2.5 KM widmete ich meinem Armzug. Weit vorne eintauchen, hoher Ellbogen, Druckphase, Arm rauss, weit vorne eintauchen, hoher Ellbogen……. Ach was, schon wieder Pause 🙂 Bei den Kilometern 5-7.5 achtete ich auf meine Kopfhaltung. Die letzten 2.5 KM sah ich dann als Ausschwimmen an nach einem langen Training 🙂

Dank Petra konnten wir jeden 100er in einem Tempo von 1.50 min. schwimmen. Obwohl am Schluss unsere Schwimmgspändli Mühe hatten, dass Tempo zu halten, haben wir es alle geschafft in unserer Bahn. Ich hatte ein wenig Kampfspuren von meinem Badekleid oder vielleicht auch von der Badekappe am Hals, aber ansonsten haben wir unser Abenteuer ohne Probleme gut überstanden. Danke Petra!

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Kurt meinte vor dem Anlass „Ich soll meine Grenzen verschieben“. Leider muss ich dir mitteilen, „ich weiss immer noch nicht wo meine Grenzen sind“ 🙂

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